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Prüfungstools im Datenschutz - wie soll ich damit umgehen?

Fotolia / Adobe Stock 68301179 von Photographee.eu
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Da stolpert man über ein Prüftool im Internet, das "irgendwie" die Sicherheit des eigenen Internetauftritts einstuft. Und dann auch noch kostenfrei. Hey - das muss doch etwas Gutes sein, denn so hat man doch gleich eine besseres Gefühl, bei der Datenschutzgrundverordnung DSGVO alles richtig zu machen. Oder etwa doch nicht?


Hallo, ich bin Andreas Paersch. Als Marketingberater und DEKRA zert. Fachkraft für Datenschutz unterstütze ich Selbstständige auf dem Weg zu einer nachhaltig erfolgreicheren Selbstvermarktung. Profitieren Sie von meinen Tipps aus meinem Newsletter (➦ Klicken Sie hier) und kommen Sie in meine exklusive Facebook-Gruppe.



Die Sorgen sind nachvollziehbar. Klar, dass man seinen Verpflichtungen aus der DSG VO nachkommen will. Und dann gibt es ein Testat von einem Tool - das muss doch gut sein? Oder?

 

Na ja, lieber erst einmal schauen, ob das Tool bei meiner eingesetzten Website-Technik überhaupt Ergebnisse liefert, auf die ich auch Einfluss nehmen kann. So habe ich beispielsweise bei einer Online-Software wie JIMDO keine Chance des Eingreifens - hier kümmert sich das Unternehmen um alle "technischen" Abläufe. Aber auch dann wäre es nur eine Momentaufnahme.

 

Zweiter Einwand: Datenschutz ist ein Prozess

Es reicht deshalb auch nicht aus, eine Datenschutzerklärung aus einem Generator zu nehmen und diese "für immer" auf der eigenen Seite zu haben. Ich sollte (zumindest ansatzweise) verstehen, was in diesem Text steht. Was nutzt ein Text, wie ich mit Google+ umgehe (die Plattform wird übrigens eingestellt), wenn es die entsprechenden Share-Buttons auf meiner Seite nicht gibt. Was ist mit weiteren Elementen (Terminbuchung,....) , die auf der Website eingebaut sind und im Generator gar nicht abgefragt wurden. Wie wurde das Umgehen mit E-Mail und Website beschrieben - gibt es Auftragsverarbeitungsverträge? (gibt es nicht für Hotmail, Webmail und Co - nur warum sind solche Adressen immer noch auf den Websites vertreten). Und was bspw. machen bei einer "Datenpanne" und an welche Behörde muss man sich dann wenden?....

 

Dritter Einwand: Datenschutz ist mehr als nur "Homepage"

Der Datenschutz hört bei der Website (allen doch klar, dass auch eine Fanpage eine Datenschutzerklärung braucht?) nicht auf! Stichwort Verarbeitungsverzeichnis - upps. Und noch ein paar Punkte mehr. Da liegen dann auch noch einige Hausaufgaben....

 

Meine Empfehlung:

Der "Kollege" Google bringt ja viele Infos zu Tage, um sich selbst weiterhelfen zu können. Doch im Selbststudium kann nicht alles gelöst werden - manche Themen sind viel zu komplex. Bitte kritisch zu sich selbst sein, wo man auch externe Hilfe (zeitweise) annehmen sollte. Dank der Technik mit WebCast, Bildschirmteilung etc. muss man sich dafür ja schon gar nicht mehr ins Auto setzen. Das Problem ist dann schnell und sicher gelöst - und man kann sich wieder auf die Arbeit mit seinen Kunden konzentrieren.

 

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