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Die Wiederentdeckung der Geschäftskorrespondenz in der Kundenbindung

Ist die Überschrift auf der Website perfekt? Sind die Texte des Flyers optimal ausgefeilt? Hat der Roll-Up die richtigen Aussagen im Fokus? Sehr viel Energie wird regelmäßig in die Optimierung von Marketing-Projekten gesteckt, doch dagegen sieht die tägliche Geschäftskorrespondenz in Punkto gelungene Formulierungen teilweise erheblich „verbesserungswürdig“ aus. Simone Domahs, Directmail-Verkaufstexterin und Wort-Akrobatin aus Leidenschaft, steckt mit ihrem Buch „den Finger in die Wunde“ der Alltags-Routine und zeigt mit vielen sehr wertvollen Hinweisen und Praxisbeispielen auf, wie man mit kraftvollen Formulierungen seine Kunden an sich binden kann.

Bildrechte: Simone Domahs
Bildrechte: Simone Domahs

Besprechung des Buches

„Wie mache ich meine Geschäftspost zum Kundenmagneten“

von Simone Domahs

 

 

Disclaimer: Das Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung gekauft. Der Verlag bzw. die Autorin bezahlen mich nicht für diesen Blogartikel oder Backlink. Die Rezension schreibe ich aus eigenem Antrieb.

Angenommen, Sie hatten gerade ein Telefongespräch mit Ihrem potentiellen Kunden und sollen ihm per E-Mail noch eine Datei zusenden. "Vielen Dank für das freundliche Telefonat". So hätten Sie vielleicht auch Ihre E-Mail begonnen, oder? Wie wäre es mit „Danke schön, dass Sie sich Zeit für unser klärendes Gespräch genommen haben“? Das ist doch gleich viel ansprechender. Und wie formulieren Sie den Schluss Ihrer E-Mail? Bitte nicht mit „über eine Auftragserteilung würden wir uns sehr freuen“! Wie wäre es mit „Ich freue mich auf unser erfolgreiches Projekt. Auf glänzende Zusammenarbeit. Ihre Marie Musterbeispiel“. Wow – das trifft ins Herz.

 

In der Person von Heiner Holprig führt die Buchautorin zahlreiche Floskeln aus der Business-Korrespondenz auf, auf die man zukünftig verzichten sollte. Zugegeben, bei so mancher Textstelle musste auch ich bei der Lektüre schmunzeln, da ich so manch eigene Formulierung wieder erkannte, die sich bei mir wohl „irgendwie“ festgesetzt hat. Aber dann ist ja auch noch Claus Clever da, der die Gegenposition von Heiner Holprig einnimmt und viele Beispiele aufführt, wie man viel mehr Freude in seiner Geschäftspost transportieren kann. Und da sind viele Inspirationen dabei, die man sofort in seine eigene Formulierungen einbauen bzw. anpassen kann. 

Übrigens – lieben Sie auch „Füllwörter“? So wie „wir hätten gern eine Terminbestätigung“? Schade, das es keine Autokorrektur gibt, die bei Entdeckung solcher Füllwörter wie „gern“ gleich den ganzen Satz löscht. Ja, die vielen Beispiele im 1. Kapitel Buch schmerzen vielleicht ein wenig, aber sie machen die Schwächen in der eigenen Texter-Arbeit sichtbar.

 

Dann mein Liebling-Kapitel: das Kopfkino! Können Sie mit Ihren Texten (kurz erinnert: wir sprechen hier immer noch „nur“ von der alltäglichen Geschäftspost) Bilder bei Ihrem Gegenüber erzeugen? „Der Duft von gebackenem noch warmen Apfel-Streuselkuchen und frisch gemahlenem Kaffee begrüßt Sie in unserem renovierten Café“. Na – haben Sie auch gerade diesen Duft in der Nase und wollen sich am liebsten die Eröffnung des Cafes in den Terminkalender eintragen? Im Kopf des Kunden hängenbleiben, das ist das Credo von Simone Domahs! Wecken Sie Emotionen bei Ihrem Leser und bauen Sie eine Bindung auf.

 

 

Sie brauchen noch mehr Tipps – dann werfen Sie mal einen Blick in die Kapitel „Wir zünden den Verkaufsturbo“ und „30 Profi-Musterbriefe“. Da werden Sie auf alle Fälle fündig auf der Suche nach frischen Ideen für Ihre Texte. Im letzten Kapitel gibt es dann noch eine „Checkliste für clevere Geschäftspost“. An wen schreibe ich, argumentiere ich aus Kundensicht und sind alle Floskeln raus (wie „gerne“ zum Beispiel) und vieles mehr. 

 

Wie mache ich meine Geschäftspost zum Kundenmagneten (Simone Domahs)
Wie mache ich meine Geschäftspost zum Kundenmagneten (Bildrechte: Simone Domahs)

Mein Fazit:

Das Buch von Simone Domahs darf nicht ins Regal! Es ist Wissensfundus und Ideengeber zugleich, sodass es am besten auf dem Schreibtisch in greifbarer Nähe bleibt. Denn – die nächste „Heiner Holprig Floskel“ lauert bestimmt schon im Entwurf Ihrer nächsten E-Mail! Das Buch richtet sich an Alle, die aus ihren Texten im Geschäftsalltag wieder „Kundenbegegnungsprozesse“ machen wollen und so Kunden in ihren Bann ziehen.

  

Autor: Andreas Paersch

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Kommentare: 1
  • #1

    Simone-Domahs Verkaufstexte (Donnerstag, 11 Oktober 2018 18:26)

    Lieber Andreas, mir fehlen die Worte, (und das will was heißen). � Ganz herzlichen Dank für deine Empfehlung und diesen fantastischen Artikel. Was für ein tolles Gefühl, sein eigenes Werk so präsentiert zu bekommen.
    Schön, dass dir das Kapitel mit dem Kopfkino so gefällt. Dank deiner Ausführungen hab ich schon wieder Appetit auf Kaffee und Kuchen. Läuft also.. �
    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit dem Buch. Grüße Heiner und Claus von mir. �
    Dankbare Grüße, Simone ❤️